Rückenwind für Einsatz Künstlicher Intelligenz in Medizin und Verkehr

19. März 2018

Ob Diagnose von Krankheiten, vorausschauende Routenberechnungen oder Maßnahmen zum Klimaschutz: Künstliche Intelligenz (KI) kann nach Ansicht vieler Bundesbürger in diesen Bereichen sinnvoll eingesetzt werden. So geben jeweils 3 von 10 an, sie sehen das sinnvollste Einsatzgebiet für KI-Systeme in der Medizin (31 Prozent) bzw. in der Mobilität (28 Prozent). Jeder Vierte (24 Prozent) würde KI vor allem bei den Themen Umwelt und Energie befürworten. Mit deutlichem Abstand folgen Sicherheit (7 Prozent), Soziale Netzwerke (5 Prozent) und Kundenservice (1 Prozent). Gleichzeitig hält keiner der Befragten den KI-Einsatz in allen diesen Bereichen für sinnlos. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage unter 1.008 Bundesbürgern ab 14 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „Die Bevölkerung steht dem Einsatz Künstlicher Intelligenz offen gegenüber und sieht die enormen Möglichkeiten, die sich durch die Technologie ergeben. So kann KI Ärzte bei der Diagnose unterstützen, Unfälle auf unseren Straßen vermeiden oder dabei helfen, den Energieverbrauch zu reduzieren“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „KI wird künftig für den Erfolg einzelner Unternehmen ebenso entscheidend sein wie für die Wettbewerbsfähigkeit ganzer Volkswirtschaften.“

„In vielen Unternehmen gibt es inzwischen ein Bewusstsein dafür, dass Künstliche Intelligenz eine Schlüsseltechnologie der kommenden Jahre ist“, so Berg weiter. Auch die Politik habe die Chancen von KI entdeckt. Im Koalitionsvertrag wird Künstliche Intelligenz als technologische Basis und Treiber der Digitalisierung bezeichnet, Deutschland soll in der aktuellen Legislaturperiode zu einem weltweit führenden Standort bei der Erforschung Künstlicher Intelligenz ausgebaut werden. Nach Ansicht des Bitkom ist es dazu notwendig, Forschung und Entwicklung zur Künstlichen Intelligenz in den kommenden vier Jahren mit mindestens 4 Milliarden Euro zu unterstützen. Zudem sollten deutschlandweit mindestens 10 KI-Masterstudiengänge und 40 KI-Professuren geschaffen werden. „In Ländern wie China und den USA gibt es nicht nur den festen politischen Willen, bei der Künstlichen Intelligenz Spitzenreiter zu sein. Es werden dort auch die dafür notwendigen finanziellen Mittel bereitgestellt und die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen. Damit müssen wir Schritt halten“, sagt Berg.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.008 Bundesbürger ab 14 Jahren telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellung lautete: „In welchem dieser Bereiche halten Sie den Einsatz von Künstlicher Intelligenz für am sinnvollsten?“